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Haustiere als emotionale Begleiter - so funktioniert's

Haustiere als emotionale Begleiter - so funktioniert's

Manche Menschen können sich schnell vom täglichen Leben überwältigt fühlen. Für viele bedeutet ein Leben mit einem Haustier ein Gefühl von Verantwortung und motiviert sie, jeden Tag aufzuwachen und sich um das Tier zu kümmern, auch wenn sie keine Lust haben. Sogenannte Emotional Support Tiere, manchmal auch Assistenztiere genannt, bieten eine tolle hilfreiche Begleitung für den Alltag. In diesem Artikel erfährst du alles rund um das Thema Emotional Support Tiere.

Was ist ein Emotional Support Animal?

Ein Emotional Support Animal, kurz ESA, ist ein Haustier, das seinem Besitzer durch Zuneigung und Gesellschaft therapeutischen Nutzen bietet. Die Besitzer leiden in der Regel an einer psychischen Störung (z.b. Angststörungen). Durch die Anwesenheit eines ESA sollen die Beschwerden der Besitzer gelindert und der Alltag erleichtert werden. Um dies zu erreichen, sollten ESAs bestimmte Auflagen zu Gesundheit, körperlicher Eignung, gutem Verhalten und Gehorsamkeit aufweisen. Ein ESA erfordert jedoch nicht unbedingt eine Ausbildung und ist daher nicht mit einem regulären Haustier vergleichbar und wird auch nicht als solches betrachtet. Ein Assistenztier wird individuell darauf trainiert, bestimmte Aufgaben zum Nutzen einer Person mit einer Behinderung auszuführen.

Für wen sind ESAs geeignet?

Menschen, die ein ESA bekommen, leiden häufig an einer psychischen Störung wie z.b. Depressionen, Angststörungen oder einer bipolaren Störung. Wenn du unter Phobien, regelmäßigem Burnout und /Oder anderen psychologischen und emotionalen Erkrankungen leidest, kannst du dich auch für ein ESA qualifizieren. Ein Assistenztier in deinem Leben zu haben kann dir helfen, zu einer Routine zurückzufinden und dich dazu ermutigen aufzustehen und nach draußen zu gehen. Assistenztiere sind auch hilfreich, wenn es darum geht, dich während einer Angst- oder Panikattacke zu beruhigen und Hilfe oder Unterstützung von anderen Menschen zu bekommen. Manche Tiere können dich sogar an die Einnahme deiner Medikamente erinnern. Und das wichtigste: Du hast einen Freund an deiner Seite, der immer bereit ist, dir in alles Situationen beizustehen.

Auch wenn du nicht an psychischen Problemen leidest, kann ein Haustier eine große Bereicherung für dein Leben sein.

Wie kann ich mich für ein ESA registrieren?

In Deutschland gibt es keine offizielle Registrierungsdatenbank für Emotional Support Tiere. Stattdessen müssen alle Anträge für ein ESA durch ein Schreiben eines Facharztes für psychische Gesundheit erfolgen. Falls du noch keinen Therapeuten, Psychiater oder Neurologen hast, kannst du auch ein Bestätigungsschreiben von ESA- Diensten wie ESA Doctors oder CertaPet anfordern. Die Ausstellung eines Zertifikats bei diesen Organisationen ist mit Kosten und einer psychologischen Untersuchung verbunden. Sobald du dein Zertifikat erhalten hast, solltest du es immer bei dir haben, insbesondere wenn du dein ESA mit in bestimmte Gebäude oder auf Flugreisen mitnimmst, die normalerweise keine Tiere dulden. Es gibt gemeinnützige Projekte wie ESA Europe, bei denen du die ESA Europe Card anmelden kannst. Die ESA Europe Card weist nach, dass du befugt bist, dein Tier stets in deiner Nähe zu haben und es in öffentliche Einrichtungen mitnehmen kannst.

Du kannst außerdem eine Ausbildung für deinen ESA bei bestimmten Verbänden absolvieren, die eine Ausbildung für Assistenzhunde anbieten. Diese dauert in der Regel 12-24 Monate und kann bis zu 20.000€ kosten. Leider werden diese Kosten nicht von der Versicherung übernommen.

Welche Tiere eignen sich am besten als ESA?

Hunde eignen sich in der Regel am besten als ESA. Sie werden nicht nur in den meisten Einrichtungen akzeptiert, sondern sind auch sehr soziale und gehorsame Tiere, die sich leicht für verschiedenste Aufgaben und Verantwortungen trainieren lassen. Hunde wie Golden Retriever und Labradore, die von Natur aus ruhiger sind, eignen sich am besten als Assistenztiere. Fun Fact: Von einem Eichhörnchen bis zu einer Ente gibt es alle Arten von Tieren, die schon mal von Menschen als ESAs angemeldet wurden  https://bestlifeonline.com/emotional-support-animals/). Ob diese Tiere auch in Deutschland akzeptiert würden, ist natürlich noch mal ein anderes Thema aber allgemein gilt, dass du nicht unbedingt einen Hund als ESA haben musst, vor allem, wenn du ohnehin kein großer Hundefan bist.

Die zweitbeste Alternative ist eine Katze, die sich ruhig verhält und groß ist. Manchmal werden Katzen in bestimmten Einrichtungen eher akzeptiert, da sie als sauber und nicht störend für andere gelten. Katzen sind vor allem aufgrund ihrer Größe und ihres ruhigen Verhaltens als ESAs beliebt.

Cats are popular as ESAs because of their small size and calm demeanor.

Unabhängig davon, für welches Tier du dich letztendlich entscheidest, gibt es bestimmte Dinge, auf die du achten solltest:

A) Stelle sicher, dass du dein Tier überallhin mitnehmen kannst (auch wenn du die Bescheinigung für dein Tier vorzeigst, kann dir der Eintritt/ die Einreise zu bestimmten Orten verweigert werden) und

B) Stelle sicher, dass du die nötigen Mittel hast, dich um dein Tier zu kümmern. Dies beinhaltet z.b. einen genügend großen Wohnbereich, das richtige Futter, genügend Auslauf usw.

Auch wenn dein Haustier hauptsächlich dazu da ist, dich zu unterstützen, solltest du auch in der Lage sein, dein Tier zu versorgen und ihm ein angemessenes Leben zu bieten.

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